bildung, kunst & kultur

heute habe ich eine postkarte erhalten. da war ich natürlich erst mal total überrascht. neugierig hab ich sie dann gleich am briefkasten gelesen, noch bevor ich mich um die restlich post und welt gekümmert habe. die postkarte war von meinem ehemaligen lehrer. ich hatte in als klassenleiter in der fünften und sechsen klasse (seine frau hatte ich übrigens lustigerweise schon in der ersten und zweiten klasse der grundschule) . eine schwierige zeit für mich, was nicht nur an ihm lag ;-)
nun ja, zurück zur postkarte. in der postkarte gruesste er mich und gratulierte mir zu ehrung für zehnjährige, ehrenamtlich mitarbeit in der kirchengemeinde (er hat das wohl aus der zeitung erfahren). das fand ich ausserordentlich aufmerksam und darüber habe ich mich saumässig gefreut!
nun bleibt noch die frage, warum ich das hier überhaupt schreibe, es hat ja eigentlich gar nix mit musik, oder studiotechnik zu tun. nun ist es ja schon eine ganze weile her, dass ich die schulbank drücken durfte. und so habe ich jetzt schliesslich auch schon die möglichkein eine ganzes stück meines vergangenen lebens zu überblicken. retrospektiv, sozusagen. und da stelle ich einfach fest, dass der oben genannte lehrer einen nicht unwesentlich beitrag dazu geleistet hat, dass ich hier und heute dasitze, diesen blog schreibe, leidenschaftlicher musiker bin und letztendlich auch teilhaber eines wunderbaren, (noch) semiprofesionellen tonstudios bin. dieser lehrer hat unermüdlich und mit sehr viel idealismus versucht uns jungen schülern ein gespür für die bedeutung von kunst und kultur zu vermittlen. das war sicher bitter für ihn, denn wir haben kaum interesse an homer, den alten römern, oder klassischer musik gezeigt. ich muss an das gleichniss vom sämann denken. ähnlicher wirkungsgrad, vielleicht waren wir sogar noch unfruchtbarer? aber trotz alledem ging das nicht ganz spurlos an mir vorüber. da begann bei mir etwas zu spriessen. ganz zart. die viele musik, mit der ich konfrontiert wurden (in dem alter wurde natürlich auch rock & pop interessant), wecke eine totgeglaubte leidenschaft. die musik. naja, wie gesagt, gaaaaanz langsam. aber sie war da. ich es hat noch gedauert, bis ich die schule verlassen hatte, bis dies offensichtlich wurde. denn da nahm ich wieder ein instrument in die hand und sollte es nie wieder hergeben. das war in kingas (ja, komischer name, ich weiss) kinderzimmer und war die zebragitarre von richard. und wo es hingeführt hat, habe ich ja schon oben aufgeführt. echt beeindrucken, finde ich. und das alles vielleicht nur wegen einer person. da bleibt mir eigentlich nur noch übrig herzlich DANKE zu sagen. THORSTEN
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